Aufrüstung und Waffenhandel  /  Abrüstung   

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der report:   FRANKREICHS ATOMTESTS IM PAZIFIK UND DIE FOLGEN    (taz, 26.11.03)
 46 Atombomben zündete Frankreich von 1966 bis 1996 auf Moruroa in der Atmosphäre, 147 unterirdisch. Tausende Polynesier, die auf dem Testgelände arbeiteten, sind heute strahlenkrank. Jetzt brechen sie ihr Schweigen und fordern Entschädigung. Die französischen Behörden wiegeln ab
"Die Arbeiter sterben uns weg"
323 Zeilen, WOLFGANG B. KLEINER (TAZ-Bericht)
STRAHLENOPFER IN FRANZÖSISCH-POLYNESIEN
55 Zeilen, WOLFGANG B. KLEINER (TAZ-Bericht)
USA: Rekordetat für Verteidigung     (aus taz, 26.11.03, 33 Zeilen (Agentur))
WASHINGTON rtr  Der amerikanische Präsident George W. Bush hat am Montag einen Rekordetat für Verteidigungsausgaben im Volumen von 401,3 Milliarden Dollar (etwa 341 Milliarden Euro) für das Haushaltsjahr 2004 unterzeichnet. Während einer Zeremonie im Verteidigungsministerium sagte Bush: "In diesen Kriegszeiten muss unser Militär größere Opfer bringen." Viele Militärangehörige müssten jetzt längere Trennungen auf sich nehmen, sagte Bush im Pentagon weiter. .... Die Gesamtausgaben für die Verteidigung hatten im Fiskaljahr 2003 bei 393 Milliarden Dollar gelegen.
USA zünden Superbombe    ( taz  24.11.2003 (Agentur) )
WASHINGTON dpa  Das US-Militär hat im Bundesstaat Florida die neue, ursprünglich für den Irakkrieg entwickelte Superbombe Moab getestet. Ein Flugzeug warf die mit knapp 8.500 Kilogramm Sprengkraft größte konventionelle Bombe der Welt über einem Testgelände des Luftwaffenstützpunkts Eglin ab. Es habe einen Rauchpilz gegeben, der 3.000 Meter hoch aufgestiegen und noch in 40 Kilometer Entfernung zu sehen gewesen sei, sagte eine Sprecherin des Stützpunktes. Die über Satellitenortung gesteuerte Bombe kann eine Fläche von mehreren Fußballfeldern verwüsten. Die Bombe Moab (Massive Ordnance Air Blast) übertrifft in ihrer Wirkung die so genannten Daisy Cutter ("Gänseblümchenschneider"), die in Afghanistan eingesetzt worden waren. Die neue Bombe war in nur neun Wochen in einer ersten Version für den Einsatz im Irak gegen große Truppenansammlungen und Bunkeranlagen entwickelt worden. Sie kam aber nie zum Einsatz. Der neue Test wurde als voller Erfolg bezeichnet.
So viel Dollar für Waffen wie noch nie    (taz, 14.11.03)
US-Senat winkt gigantischen Rüstungsetat durch und erlaubt Bau von Mini-Atombombe
Israels deutsche Atom-U-Boote
Laut einem Bericht der "Los Angeles Times" sind von Deutschland an Israel gelieferte U-Boote umgebaut und mit Mittelstreckenraketen mit Atomsprengköpfen bestückt worden. Das sollen israelische und US-Quellen bestätigt haben     /     135 Zeilen, KARIM EL-GAWHARY (TAZ-Bericht)
Waffenhandel im Visier     (taz, 10.10.03)
Menschenrechtsorganisationen starten internationale Kampagne gegen den unkontrollierten Handel mit Waffen. Ziel ist ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen zur Waffenkontrolle .     /     66 Zeilen, GB (TAZ-Bericht)
Stillstand bei Abrüstung     (taz, 13./14.09.03)
GENF epd Die Abrüstungskonferenz der Vereinten Nationen in Genf ist gestern im siebten Jahr in Folge ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Delegierte verschiedener Länder bedauerten, dass sich die Konferenz auf keine Agenda einigen konnte. Knackpunkt in dem Forum sind seit sieben Jahren die Atomwaffen. China will die Abrüstungsgespräche auf nukleare Waffensysteme im Weltraum ausdehnen. Die USA lehnen eine solche Erweiterung der Agenda jedoch ab, weil dadurch US-Rüstungsvorhaben verhindert werden könnten. Die USA und Russland wollen die Produktion von spaltbarem Material zur Atomwaffenherstellung verbieten. Das lehnen andere offizielle und inoffizielle Atommächte ab. Da die Konferenz im Konsensverfahren entscheidet, hat jeder Staat faktisch ein Vetorecht. Die nächste Sitzungsperiode der Konferenz beginnt im Januar 2004.

Liste der Atommächte wird länger     (t-news.t-online 16.07.03)

Als die USA 1945 zwei Atombomben über Japan abwarfen, waren sie noch das einzige Land, das Kernwaffen besaß. Die Detonation und der anschließende Feuersturm töteten in Hiroshima 140.000 Menschen, in Nagasaki starben 70.000. Zehntausende von Überlebenden erlagen später Strahlenschäden oder leiden heute noch an den Spätfolgen.

"Club" der Atommächte
Neben den USA gehören heute Russland, China, Frankreich und Großbritannien zu den offiziellen Atommächten. Darüber hinaus haben Indien und Pakistan den Besitz der in einem Sperrvertrag von 1968 geächteten Kernwaffen ebenso zugegeben wie nun auch Nordkorea. Zudem gilt es als sicher, dass auch Israel über Atomwaffen verfügt. Japan hat nach offiziellen Angaben dagegen keine Atomwaffen.

USA

  • Die Vereinigten Staaten besitzen ein Arsenal von mehr als 10.000 Kernwaffen und die dazugehörigen Trägersysteme mit kleinen (taktischen) und großen (strategischen) Reichweiten. Die ersten Atombomben wurden 1945 gezündet und in Japan eingesetzt.

Russland

  • Russland besitzt ebenfalls etwa 10.000 taktische und strategische Atomwaffen mit den dazugehörigen Raketen und Flugzeugen. Zu Sowjet-Zeiten haben die Russen von 1949 bis 1990 mehr als 700 Tests durchgeführt.

China

  • China stieg 1964 mit dem ersten Test zur offiziellen Atommacht auf. Die Zahl der chinesischen Nuklearsprengköpfe wird auf etwa 400 geschätzt. Seit Mitte der 80er Jahre läuft ein Modernisierungsprogramm.

Frankreich

  • Frankreich ist mit etwa 350 Sprengköpfen ausgerüstet, die von Bombern und mit U-Bootraketen ins Ziel gebracht werden können. Von 1960 bis 1996 hat Frankreich Bomben getestet.

Grossbritannien

  • Grossbritannien hat seine erste Bombe 1952 getestet, die letzte 1991. Das Land hat 185 Atomwaffen, die allesamt auf "Trident"-U-Booten stationiert sind.

Indien

  • Indien testete seine erste Bombe 1974. Das Potenzial wird auf derzeit etwa 60 Sprengkörper geschätzt, die mit landgestützten Raketen und Flugzeugen ins Ziel gebracht werden können.

Pakistan

  • Pakistan hat seine erste Bombe nach 25-jähriger Entwicklungsarbeit 1998 fertig gestellt. Heute kann das mit Indien verfeindete Land seine F-16-Flugzeuge und Raketen mit mindestens 24 Sprengköpfen bestücken.

Israel

  • Israel hat den Besitz von Nuklearwaffen nie zugegeben. Deren Zahl wird auf bis zu 200 geschätzt. Als Träger können "Jericho"-Raketen und Jagdbomber dienen.