| Die
Besatzung
des Irak |
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Die Iraker "durch Schrecken zur
Unterwerfung
zwingen"
Iraker als Kanonenfutter (junge welt, 15.01.04, von Joachim Guillard) Aufstandsbekämpfung made by USA: Vorgehen in Vietnam und israelische Armee als Vorbilder Human Rights Watch : Kriegsverbrechen der US-Truppen (aus taz 15.1.2004 ) ... Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch beschuldigt US-Truppen in Irak der Kriegsverbrechen. Sie hätten Häuser mutmaßlicher Rebellen zerstört und Angehörige Aufständischer festgenommen, um die Familien der Rebellen zu bestrafen. Die US-Armee wies diese Darstellung entschieden zurück. Irak: Blutiger November (taz vom 27.11.2003 (Agentur)) BAGDAD ap/dpa reportage: BEI DEN ZIVILVERWALTERN DES IRAK (taz, 27.11.03, 244 Zeilen, KARIM EL-GAWHARY (TAZ-Bericht)) Die Insulaner von Bagdad Sechs Militärbasen für die Besatzer (taz, 26.11.03, 101 Zeilen, ANDREAS ZUMACH (TAZ-Bericht)) Teile der anglo-amerikanischen Streitkräfte im Irak sollen auf unbefristete Zeit dort bleiben. Die Auswahl der Stationierungsorte ermöglicht die strategische Kontrolle des ganzen Landes und militärische Operationen in Nachbarländern Das schwarze Gold fließt noch nicht (taz, 25.11.03, 142 Zeilen, KARIM EL-GAWHARY (TAZ-Bericht)) Anschläge auf Pipelines und skeptische Nachbarn erschweren die Wiederaufnahme des irakischen Ölexports. Die Schlüsselindustrie für den Wiederaufbau des Landes steht vor enormen Schwierigkeiten. Noch ist keine Lösung in Sicht Ärzte-Studie: Mehr als 20.000 Tote im Irak-Krieg (onnachrichten.t-online , 23.11.03)
Keine zuverlässigen Angaben Der IPPNW-Studie zufolge wurden während des Krieges zwischen 7800 und 9600 irakische Zivilisten getötet. Die meisten Opfer habe es unter irakischen Soldaten gegeben: Zwischen 13.500 und 45.000 seien während der Kampfhandlungen gefallen. Die genaue Zahl werde aber wahrscheinlich nie bekannt werden, weil es keine zuverlässigen Angaben dazu gebe. ... Krieg traf die Schwächsten ... ... Krankheiten durch Umweltverschmutzung ... Schwere Waffen und starke Worte (taz, 20.11.03, 116 Zeilen, KARIM EL-GAWHARY (TAZ-Bericht) Bei der Gegenoffensive der US-Truppen im Irak werden wieder Präzisionsbomben eingesetzt. Dies ist eine Reaktion auf die steigende Zahl irakischer Angriffe - derzeit sind es 35 am Tag. Doch ein Erfolg der neuen Strategie des Pentagons ist zweifelhaft Das zweite Vietnam (taz vom 18.11.2003, 241 Zeilen (Kommentar), GABRIEL KOLKO) Die wahren Lektionen aus ihrem größten außenpolitischen Desaster haben die USA noch nicht gelernt. Darum wiederholen Bush und seine Berater die alten Fehler jetzt im Irak Erfolg: unwahrscheinlich ( taz vom 17.11.2003, 84 Zeilen (Kommentar), ANDREAS ZUMACH) ... Denn: Die amerikanisch-britischen Besatzungstruppen sollen weiterhin bis mindestens Mitte 2004 in unverändertem Umfang im Irak bleiben und gemeinsam mit der Okkupationsbehörde von Paul Bremer die (weitgehend) alleinige Kontrolle in allen relevanten politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Angelegenheiten behalten. Damit aber bleibt der Hauptgrund erhalten für die Unzufriedenheit, den Widerstand und die Bereitschaft zu Gewalt und Terror, die (wie von manchen bereits seit Mai vorausgesagt) in den vergangenen sechs Monaten kontinuierlich angestiegen sind. Die Ablehnung der Besatzer ist dabei keineswegs beschränkt auf einige Problemgruppen wie "Anhänger Saddam Husseins", "schiitische Extremisten" oder "aus dem Ausland eingesickerte Terroristen". Und auch nicht auf wenige Regionen des Landes. Einzig eine schnelle Ablösung der Koalitionstruppen durch eine UNO-Verwaltung und UNO-Truppen böte zumindest noch einmal die Chance, die Situation im Irak zum Besseren zu wenden. IRAK: KEHRTWENDE MIT RISIKEN Ein Schritt in die richtige Richtung Der US-Regierung läuft die Zeit davon. Der Irak entgleitet ihr. Der neue Plan zeigt Einsicht, bringt aber neue Gefahren mit sich 103 Zeilen, KARIM EL-GAWHARY (TAZ-Bericht) Aus für Plan A. Folgt Plan B Strategiewechsel im Weißen Haus: Vor der nächsten Präsidentenwahl will Bush möglichst viel Irak-Verantwortung los sein 112 Zeilen, MICHAEL STRECK (TAZ-Bericht) DER ZEITPLAN 13 Zeilen (Agentur) Rumsfeld sieht kaum Erfolge im Anti-Terror-Kampf (t-news.t-online 22.10.03)
"Die Kosten-Nutzen-Rechnung ist gegen uns" Insgesamt sei der Anti-Terror-Krieg extrem kostspielig. "Die Kosten-Nutzen-Rechnung ist gegen uns. Wir geben Milliarden aus im Vergleich zu den Millionen-Ausgaben der Terroristen", heißt es in dem Memorandum weiter. Im Einzelnen sieht der Pentagon-Chef "gemischte" Ergebnisse im Kampf gegen die El Kaida und "langsamere" Fortschritte bei der Suche nach flüchtigen Taliban-Führern in Afghanistan. Im Fall der Terrorgruppe Ansar el Islam im Irak habe der Kampf "gerade erst angefangen". "Lange Militär-Präsenz nötig" Die Lage im Irak sieht der US-Verteidigungsminister daher eher düster: Es werde eine "lange, harte Schinderei" werden, die Situation im Irak wie auch in Afghanistan in Griff zu bekommen, betonte Rumsfeld. Der Minister hebt dem Zeitungsbericht zufolge in dem Papier zwar hervor, dass die USA und ihre Verbündeten im Irak wie in Afghanistan "auf die eine oder andere Weise" den Sieg davontragen könnten. Doch werde noch ein langfristiger Militäreinsatz in beiden Ländern nötig sein. Für die Öffentlichkeit nur Positives Diese internen Einschätzungen des Pentagonchefs stehen in deutlichem Kontrast zu den generell optimistischen Statements, die die US-Regierung für die Öffentlichkeit abgibt. ... Hilfsorganisationen schlagen Alarm (t-news.t-online 22.09.03) Wegen der zunehmenden Gefahr auch für Hilfsorganisationen im Irak schlagen einige Mitarbeiter der Vereinten Nationen Alarm. Sie sehen ihre Arbeit und ihre Mitarbeiter wegen der angespannten Sicherheitslage in dem Golfstaat "akut gefährdet". Man sei "in großer Sorge", so Manuela Rossbach vom Vorstand der "Aktion Deutschland Hilft". 4.000 Iraker in US-Gewahrsam (taz, 17.09.03) BAGDAD dpa BUSH-REDE ZUR LAGE IM IRAK (taz, 09.09.03) Neue Heimat für den Terror Bush bezeichnet den Irak als "zentrale Front" im Anti-Terror-Krieg und fordert vom Kongress weitere 87 Milliarden Dollar. Die US-Besatzung des Iraks scheint derweil die al-Qaida anzulocken 91 Zeilen, ERIC CHAUVISTRÉ (TAZ-Bericht) "Mr. Quick-Fix" will Zeit und Geld George W. Bush wechselt den Kurs: Die internationale Gemeinschaft soll im Irak helfen. Fehler gibt er nicht zu, Gegenleistungen bietet er nicht an 155 Zeilen, MICHAEL STRECK (TAZ-Bericht) Ein Geschenk für die Dschihad-Internationale Der Irakkrieg hat einen von Bush vorgeschobenen Kriegsgrund verwirklicht: Im Land geben sich islamistische Terroristen ein Stelldichein 113 Zeilen, KARIM EL-GAWHARY (TAZ-Bericht) Kein Präsident der halben Sachen bush spricht zur nation 85 Zeilen, BERND PICKERT (Kommentar) Geheimdienste: Vor Widerstand im Irak gewarnt (t-news.t-online 09.09.03)
Anschläge nach Kriegsende Befürchtungen der Geheimdienste über die Heftigkeit des Widerstandes hätten sich angesichts der fortdauernden Attentate weitgehend bestätigt, zitiert das Blatt weiter. In der Tat kamen seit dem offiziellen Ende der Hauptkampfhandlungen am 1. Mai rund 150 US-Soldaten bei Anschlägen im Irak ums Leben.
Terror-Gefahr größer geworden Längst werden Vorwürfe laut, die Regierung unter US-Präsident George Bush sei in der Irak-Frage zu optimistisch ans Werk gegangen. In Umfragen schwindet die anfängliche Zustimmung zu Bushs Irak-Politik. Kritiker und Befürworter halten sich nun in etwa die Waage. Zudem ist die Mehrheit der Amerikaner mittlerweile der Ansicht, der Krieg habe die Wahrscheinlichkeit eines Terrorangriffs auf die USA nur noch vergrößert. 150 Milliarden Dollar Kosten Erst am Montag hatte Bush im Kongress zusätzliche Haushaltsmittel über 87 Milliarden Dollar für die Militäroperation im Irak und in Afghanistan beantragt. Wird die Summe genehmigt, dann erreichen die Kosten für den Irak-Einsatz die gigantische Summe von 150 Milliarden Dollar - gut 50 Prozent mehr als ursprünglich veranschlagt. .
US-Verwalter Paul Bremer: "Wir werden die Macht nicht abgeben" Übergangsrat vereidigt (taz, 04.09.03) BERLIN afp/dpa WASHINGTON WILL UN-MANDAT FÜR DEN IRAK ERWEITERN (taz, 04.09.03) UNO wieder in Sichtweite Die Vereinten Nationen sollen nun doch wieder eine Rolle im Irak spielen. Doch wie viel Macht sind die USA bereit abzugeben? Ein Planspiel 127 Zeilen, ANDREAS ZUMACH (TAZ-Bericht) besatzungsmacht Polen führt die Truppe 32 Zeilen (Agentur) US-Präsident Bush will Irak-Strategie ändern (t-news.t-online 04.09.03)
Zu dünne Personaldecke Auslöser sind vor allem die explodierenden Kosten. Eine neue Studie des US-Kongresses zeigt: Die Personaldecke der aktiven US-Streitkräfte ist zu dünn, um die bisherige Truppenstärke nach März 2004 noch aufrecht erhalten zu können. Gegenwärtig sind etwa 150.000 US-Soldaten und 21.000 Soldaten verbündeter Länder im Irak stationiert. Jetzt dringen die USA auf ein verstärktes internationales Engagement. Internationale Streitmacht unter US-Kommando Unter Berufung auf hohe Regierungsbeamte schreibt die "New York Times" in ihrer Internet-Ausgabe, US-Präsident George W. Bush habe sich für Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat über die Schaffung einer internationalen Streitmacht für den Irak unter US-Kommando ausgesprochen. Als Gegenleistung sollten die Vereinten Nationen gewisse politische Macht erhalten, berichtet der US-Fernsehsender ABC. Powell soll verhandeln Der erste Schritt ist bereits getan. Bush wies US-Außenminister Colin Powell an, im UN-Sicherheitsrat entsprechende Verhandlungen aufzunehmen. Powell arbeite an einem Text, der die größtmögliche internationale Unterstützung im Irak ermöglichen soll, melden Nachrichtenagenturen. Der TV-Sender CNN berichtet: US-Präsident Bush habe bereits am Dienstag einen entsprechenden Entwurf unterzeichnet. Soldaten aus 30 Ländern im Irak (t-news.t-online 04.09.03) Soldaten aus 21 Ländern unter Polens Kommando In der von Polen verwalteten Besatzungszone "Zentraler Süden" ist die Vielfalt der Truppen besonders groß. Seit Mittwoch stehen 9200 Soldaten aus 21 Ländern unter dem Kommando von Andrzej Tyszkiewicz. Dabei sind Polen, Ukrainer, Spanier, Skandinavier und Balten, aber auch Kontingente aus Mittelamerika, Thailand und der Mongolei. Sie sollen nicht nur für Sicherheit und Ordnung in dem Sektor suchen, sondern auch bei der medizinischen Versorgung der drei Millionen Einwohner und beim Aufbau der Infrastruktur mithelfen. Dänen, Italiener und Niederländer helfen den Briten Der britischen Besatzungsmacht im Süden des Landes sind neben Dänen vor allem Italiener und Holländer zugeordnet. Die insgesamt 4500 Verbündeten entlasten die Briten bei Patrouillenfahrten, Checkpoint-Kontrollen und mit eigenen Hubschraubern bei der Sicherung von Flughäfen. Viele der Infanteristen, Militärpolizisten und Nachschubexperten haben die Zusammenarbeit zuvor im Rahmen der gemeinsamen Nato-Zugehörigkeit eingeübt. Dadurch wird die Kooperation erheblich erleichtert. Kurdische Perschmerga-Kämpfer sind Stütze für USA Die US-Soldaten in der mittleren und nördlichen Zone des Irak bekommen Hilfe von kurdischen Peschmerga-Kämpfern. Sie zählen aber nicht zur multinationalen Koalition. "Amerikaner fangen ist
einfacher
als Fische fangen." (t-news.t-online
04.09.03)
Tatsachen und wilde Behauptungen Der Mann ist Ende 20, seinen Namen sagt er nicht. Er nennt sich "Salahuddin", nach einem berühmten muslimischen Sultan im 12. Jahrhundert, der im Westen besser unter dem Namen Saladin bekannt ist. Seine Aussagen, die eine Mischung aus überprüfbaren Tatsachen und wilden Behauptungen sind, geben einen kleinen Einblick in den Widerstand im Irak, der seit dem 1. Mai mehr als 60 US-Soldaten das Leben kostete. "Saddam Hussein ist erledigt" Er kämpfe gegen die US-Truppen nicht wegen irgendwelcher Belohnungen von Saddam Hussein oder wegen einer prinzipiellen islamistischen Opposition gegen die USA, sagt der Mann. "Saddam Hussein ist erledigt." Was ihn empört habe, sei der Umgang der US-Soldaten mit der irakischen Bevölkerung bei Razzien. Er sei nach einer nächtlichen Razzia zu einem Widerstandskämpfer geworden. Die US-Soldaten hätten unschuldige Männer in Handschellen gelegt, Frauen in unangemessener Weise berührt und eine Witwe mit einem Gewehrkolben geschlagen. "Können sie nicht Besatzungsmacht sein, ohne uns zu erniedrigen?" US-Truppen räumen Probleme ein US-Kommandeure räumen ein, dass es Probleme bei den Razzien gibt, wenn die Soldaten nach Anhängern des alten Regimes oder Guerillakämpfern suchen. Der Sprecher der Koalitionstruppen im Irak, US-Major William Thurmond, bestätigt, dass die Beschreibung des Fischers von seiner Gruppe mit den Erkenntnissen der USA übereinstimmt. Es handele sich meist um kleine Gruppen, die eine gewisse Ausbildung hätten, auf örtlicher Ebene agierten und hin und wieder Guerilla-Angriffe verübten, wobei sie nicht ständig kampfbereit auf Angriffsmöglichkeiten lauerten. Es geht ums Prinzip Dieser Widerstand nehme zu, sagt der Fischer. "Jeden Tag gibt es neue Gruppen." Eine von ihnen, so erklärt er, die Irakische Nationale Islamische Widerstandsbewegung, werde in Kürze ein Videoband veröffentlichen. Vier Tage später ist dies tatsächlich der Fall. In dem Video nennen fünf vermummte Männer aber eine andere Begründung für ihren Kampf: Sie wollten die US-Truppen aus Prinzip rauswerfen. Dies habe nichts mit der schlechten Versorgungslage oder den Razzien zu tun. Rakete für zehn Dollar "Salahuddin" sagt, seine Gruppe habe nur gelegentlich Kontakt mit anderen Rebellen. Eine Koordination gebe es nicht. Er habe auch davon gehört, dass ausländische Kämpfer im Irak seien sollten, gesehen habe er sie noch nicht. Waffen kämen gelegentlich von den anderen Gruppen, die meisten Kämpfer kauften sich ihre Waffen aber selbst, sagt er. Sympathisierende Waffenhändler, die die Bestände geplünderter Lager der irakischen Armee verramschen, räumten ihnen dabei großzügige Rabatte ein. Eine Panzerabwehrrakete gebe es schon für zehn Dollar. "Wie haben gemerkt, dass sie Feiglinge sind" Bei seinem ersten Angriff auf US-Soldaten habe er furchtbare Angst gehabt, sagt "Salahuddin". "Wir wussten nichts über ihre Fähigkeiten. Aber dann haben wir gemerkt, dass sie Feiglinge sind und uns nicht folgen." Thurmond bestätigt, dass die US-Truppen in den meisten Fällen nur versuchen, aus der Schusslinie zu kommen. Auf die Frage, ob dies nicht den Widerstand in seiner Ansicht bestätige, dass die US-Soldaten Feiglinge seien, sagt er: "Ihre Meinung über uns interessiert mich nicht besonders." Übertreibung muss sein "Salahuddins" Gruppe hat nach seinen Angaben inzwischen 14 Angriffe verübt, von denen einige auch mit Angaben des US-Heeres übereinstimmen. Einmal, so berichtet er, seien sieben US-Soldaten getötet und drei verwundet worden. Bislang haben die US-Truppen aber höchstens drei Soldaten bei einem Angriff verloren. Diese Übertreibungen seien in der arabischen Welt üblich, sagt der Kairoer Journalist Mohammed Salah. Dazu gehörten auch Berichte über weit höhere Verluste der USA. Diese versuchten die USA zu verschleiern, in dem sie ihre Toten in der Wüste beerdigten. Solche Geschichten würden geglaubt und verstärkten die Aura des Widerstands, sagt Salah. Man müsse diese Behauptungen aber beachten, weil sie zeigten, wie die Rebellen denken. Iraks Niedergang ist nicht unausweichlich (taz, 03.09..03) Wahlen auf lokaler Ebene und ein Ende des US-Machtmonopols könnten den Ausweg bahnen. Eine Analyse 135 Zeilen, KARIM EL-GAWHARY (Kommentar) Irak: Mehr US-Tote als im Krieg (taz, 27.08.03) BAGDAD dpa Falken warnen vor Irak-Desaster Auch Neokonservative kritisieren das Vorgehen der Bush-Regierung im Irak. Mehr getötete US-Soldaten seit Anfang Mai als während der "Hauptkampfhandlungen" 108 Zeilen, ERIC CHAUVISTRÉ (TAZ-Bericht) Besatzung im Chaos (taz 19.07.03) Pentagon: Lage im Irak auf der Kippe. Wolfowitz in Bagdad. US-Nationalgarde soll helfen. Schiiten-Scheich al-Sadr: Nein zu Amerika! US-POLITIKER DRÄNGEN BUSH ZU KURSKORREKTUR IM IRAK (taz,12.07.03) USA planen Kehrtwende Donald Rumsfeld, der etwas ratlos wirkende Pentagonchef, macht auf der Suche nach Auswegen im Irak neue Vorschläge 140 Zeilen, MICHAEL STRECK (TAZ-Bericht) Besonnenheit garantiert das eigene Überleben Die US-Soldaten, die in der irakischen Hauptstadt Bagdad für Ordnung und Sicherheit sorgen sollen, fühlen sich in der Rolle des Besatzers nicht gerade wohl. "Die Iraker machen uns für alles, was nicht läuft, verantwortlich", klagt ein US-Sergeant. Er und seine Leute fühlen sich bedroht 155 Zeilen, KARIM EL-GAWHARY (TAZ-Bericht) Noch ist der Widerstand sporadisch (taz, 04.07.03) Im Irak kommt es jeden Tag zu mehreren Überfällen auf die US-Truppen. Noch sind diese Aktionen nicht organisiert. Gemäßigte Kräfte fürchten, in eine militärische Dynamik hineingezogen zu werden. Was sie brauchen, ist eine politische Alternative. 141 Zeilen, KARIM EL-GAWHARY (TAZ-Bericht) FALLUDSCHA - EIN PULVERFASS IM IRAK reportage (taz, 03.07.03) Nur Ussama will keine Rache 288 Zeilen, KARIM EL-GAWHARY Bereits 54 US-Soldaten ums Leben gekommen (t-news.t-online 20.06.03) Die Besatzung des Iraks müssen immer mehr amerikanische Soldaten mit dem Leben bezahlen. Mehr als die Briten im Süden des Landes sind die US-Streitkräfte Angriffen aus dem Hinterhalt ausgesetzt. Irakische Bewaffnete schlagen nach Art einer Stadtguerilla zu. Sie greifen mit Scharfschützen oder Panzerfäusten an, um sich anschließend im Gewirr der Straßen davonzumachen. Durch die steigenden Opferzahlen ... gerät die Bush-Regierung auch in den USA zunehmend unter Druck. Bush und hohe Verantwortliche aus Pentagon und Außenministerium bezeichnen die Verluste zwar als schmerzlich. Sie seien aber zweitrangig im Vergleich zu den ökonomischen und sicherheitspolitischen Fortschritten im Irak.
Tägliche Attacken zermürben
US-Soldaten
Irak ist immer noch Kampfgebiet
Doch mit ihrem schweren Kriegsgerät sind die Soldaten für
polizeiliche
Aufgaben schlecht gerüstet. Schnell fallen bei Demonstrationen tödliche
Schüsse
auf protestierende Iraker, wenn sich die US-Soldaten bedroht sehen.
"Das ist
noch immer ein Kampfgebiet. Die Soldaten müssen darauf vorbereitet
sein, sich
zu verteidigen", sagt dazu ein US-Offizier, der ungenannt bleiben will.
"Es
ist unrealistisch, dass wir den Männern sagen, hier ist echte Munition
und
in diesem Magazin sind die Plastikkugeln." "Amerikaner sind wie Fliegen"
"Man müsste jetzt direkt eine Handgranate auf sie werfen",
sagt ein
Offizier der aufgelösten irakischen Armee wütend, nachdem eine
Demonstration
für Gehaltszahlungen an entlassene irakischen Soldaten vor dem Sitz der
US-Zivilverwaltung
in Bagdad eskaliert ist. Mehrere ehemalige Kämpfer in den Streitkräften
des
Saddam-Regimes werden erschossen, es kommt zu Ausschreitungen. "Die
Amerikaner
sind doch hier wie die Fliegen", findet ein Demonstrant. "Wir jagen
sie, wenn
sie allein unterwegs sind." Irak: Gewaltverbrechen greifen um sich (t-news.t-online 14.05.03) ... Die "Washington Post" zitiert in ihrer Montagsausgabe zahlreiche Zeugenaussagen, von Menschen die die Entführung von Mädchen und jungen Frauen auf offener Straße hilflos mit ansehen mussten. Doch die Frauen sind nur die häufigsten Opfer. Unbemerkt von der kriegsmüden Weltöffentlichkeit, und von den amerikanischen Besatzern gerne totgeschwiegen, greifen Raubüberfälle und Morde in allen Stadtvierteln um sich. Frauen gehen kaum noch auf die Straße Einen Monat nach der Einnahme Bagdads durch die US-Truppen hat sich die irakische Hauptstadt in einen Albtraum aus Gewalt und ständiger Bedrohung verwandelt. Junge Frauen lassen sich in manchen Stadtvierteln kaum noch auf offener Straße sehen. Unter der Hand wächst die Wut auf die amerikanischen Besatzer, die, so die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, durch die Zerstörung der alten Ordnung, die Verbrecher von der Kette gelassen haben, ohne sie jetzt kontrollieren zu können. Dabei sind die Verbrechen an Frauen für die Opfer besonders tragisch: In der traditionellen arabischen Gesellschaft gelten vor allem sie als Bewahrer der Familienehre. Geht diese verloren, werden die Opfer nicht selten von der eigenen Familie getötet, um die Schande zu tilgen. US-Truppen hinken Verbrechern hinterher Die Besatzer selbst sind indessen kaum in der Lage, mit der Mammutaufgabe, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, fertig zu werden. Zwar patrouillieren Panzerwagen durch die Straßen. Dies hält jedoch entschlossene Mörder und Entführer nicht auf. Nun werden neue Polizisten rekrutiert, die jedoch weder zahlreich noch erfahren genug sind, um dem Verbrechen etwas entgegenzusetzen. Während die Verwalter auf höchster Ebene über Regierungsposten verhandeln, herrscht auf den Straßen der Wilde Westen. Irak aus der Perspektive eines US-Soldaten Von Erwin Decker (Bagdad) ( aus: t-news.t-online / 04.05.03 ) ... Kein Jubel über die Befreier Seine Vorgesetzten hätten vor dem Krieg gesagt, die Iraker würden die US-Soldaten als Befreier feiern wie 1944 die Franzosen in der Normandie. Doch wegen der Heckenschützen müssten die Soldaten Tag und Nacht kugelsichere Westen tragen. Die Freude über die Befreier hielt nur kurz an. ...
USA fürchten antiamerikanische Regierung im Irak / Warnungen an Iran (t-news.t-online 23.04.03) "Nein zu Amerika" USA haben Schiiten unterschätzt Machtkampf unter Schiiten hat schon angefangen Hoffen auf ethnischen Gegensatz Agenten in den Südirak geschickt? Vorläufige Zahlen des Krieges ( aus: t-news.t-online / 16.04.03 und 02.05.03 ) Im Irak-Krieg, der am 20. März begann, sind Tausende von Menschen ums Leben gekommen. Aus unterschiedlichsten Quellen, die oft nur Schätzungen nennen, ergibt sich bis zum von Bush am 1. Mai deklarierten "Ende der Hauptkampfhandlungen" folgendes Bild des Krieges (in vorläufigen Zahlen) : Tote, Verwundete, Kriegsgefangene , Flüchtlinge: "Alliierte": 171 Soldaten getötet (davon 138 US-Soldaten und 33 Briten), darunter auch Tote bei Explosionen von Munition und versehentlichem Beschuss durch eigene Truppen, 495 US-Soldaten wurden verwundet. Irak: mindestens 2300 Soldaten getötet (nach US-amerikanischen Schätzungen) - 1200 bis 2600 getötete Zivilisten, mehr als 5000 Verletzte (irakische Schätzungen) - aktuell nach Angaben des US-Zentralkommandos etwa 6800 irakische Kriegsgefangene - zu Vermissten liegen keine Schätzungen vor Medien: mindestens 10 Journalisten durch Kampfhandlungen getötet Das UN-Flüchtlingshilfswerk schätzt 30.000 irakische Flüchtlinge im eignen Land an der Grenze zum Iran. Eingesetzte Waffen Etwa 15.000 Präzisionsbomben, etwa 8000 ungesteuerte Sprengkörper, etwa 800 Tomahawk Flugkörper bei rund 30.000 Einsätzen . Kriegskosten Bisher über 25 Milliarden Dollar - Doch nach Beendigung der Kriegshandlungen kommen weitere Ausgaben hinzu: USA: 79 Milliarden Dollar für den Irak-Krieg und Folgen (darin 62,6 Millarden reine Kriegskosten); Briten: drei Milliarden Pfund (4,5 Milliarden Euro) für den Irak-Krieg. Kriegschäden, Folge-, und Umweltschäden Kultur: Irakisches Nationalmuseum und Nationalbibliothek beraubt - Infrastruktur: Wasser- und Stromversorgung teils zerstört, unter anderem Krankenhäuser und öffentliche Gebäude geplündert - Umwelt: wenige Ölquellen wurden in Brand gesteckt - Geschätzte Kosten für den Wiederaufbau des Iraks: mindestens 100 Milliarden Dollar. |