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ENTWICKLUNG DER US-STRATEGIE (taz
vom 06.12.2003)
Das
aggressive
Vorgehen der US-Regierung gegen "Schurkenstaaten" hat seine
Vorgeschichte.
Vor zehn Jahren erfand die Clinton-Administration mit dem Begriff der "Counterproliferation"
zugleich die neue Strategie, die Interventionen nach dem Muster des
Irakkriegs
begründete
Die Geburt
der
Schurkenstaaten
Wenn die USA ABC-Waffen in falschen Händen vermuten, sehen sie sich zum
Angriff
berechtigt. Nato und Europa lassen sich in diese Strategie einbinden
121 Zeilen, ERIC CHAUVISTRÉ (TAZ-Bericht)
WAS IST
COUNTERPROLIFERATION?
31 Zeilen, EC (TAZ-Bericht)
"Irakkrieg war
kein
gutes Beispiel"
Exstaatssekretär Ashton B. Carter über seine Erfindung
der Counterproliferation, die Akzeptanz durch die Nato und die
Bedeutung
des Konzepts für die Bush-Regierung
84 Zeilen, ERIC CHAUVISTRÉ (Interview)
interview: KANN MAN DAS US-IMPERIUM
ZÄHMEN,
PROFESSOR JOHNSON? (taz vom 19.11.2003)
Seit
dem Ende des Kalten Krieges sind die USA nicht zum zivilen Leben
zurückgekehrt.
Ihr Militär agiert weltweit und ohne demokratische Kontrolle. Der
US-Politologe
Chalmers Johnson sieht darin neue Formen von Imperialismus und
Militarismus
- und eine Gefahr für die "amerikanische Republik"
"Nebenregierung
im Pentagon"
295 Zeilen, ERIC CHAUVISTRÉ (Interview)
Betr.:
CHALMERS JOHNSON
24 Zeilen (Portrait)
"Gegen westliche
Dominanz"
(taz vom 18.11.2003, 117 Zeilen
(Interview), BERND PICKERT)
Der Konfliktforscher Ernst-Otto Czempiel über die Anschläge von
Istanbul
und den belebenden Effekt des Irakkrieges für den gewaltsamen Kampf
gegen
den Westen
Drei Jahre Al-Aqsa-Intifada
(t-news
/ t-online, 05.10.03)
Die wichtigsten Stationen der seit drei Jahren andauernden
Al-Aqsa-Intifada
der Palästinenser waren:
29.09.2000: Einen Tag nach einem demonstrativen und als
Provokation
empfundenen "Spaziergang" des damaligen Oppositionsführers Ariel
Scharon
auf dem Tempelberg in Jerusalem mit Al-Aqsa-Moschee und Felsendom kommt
es
dort nach dem Freitagsgebet zu blutigen Zusammenstößen zwischen
Palästinensern
und der Polizei. Überall in den palästinensischen Autonomiegebieten
brechen
die heftigsten Unruhen seit der ersten Intifada im Dezember 1987 aus.
17.10.2000: Unter Vermittlung von US-Präsident Bill Clinton
sagen
Israel und die Palästinenser im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich
zu,
die andauernde Gewalt zu beenden. Keine der beiden Seiten hält sich
jedoch
an die getroffenen Vereinbarungen.
20.12.2000: Clinton legt kurz vor Abschluss seiner Amtszeit die
Grundzüge
eines Friedensabkommens vor, das den fast vollständigen Rückzug Israels
aus
den besetzten Gebieten und die Aufteilung Ost-Jerusalems zwischen Juden
und
Arabern vorsieht. Israel nimmt den Vorschlag zögernd an,
Palästinenserpräsident
Jassir Arafat lehnt ab.
06.02.2001: Mit überwältigender Mehrheit wird der
rechtsgerichtete
Oppositionsführer Ariel Scharon israelischer Ministerpräsident. Im
Wahlkampf
hatte er den Israelis Sicherheit versprochen.
04.03.2001: Bei einem Selbstmordanschlag werden in Netanja vier
Israelis
getötet und über 60 verletzt - Auftakt der bis heute andauernden Serie
blutiger
Selbstmordanschläge.
02.10.2001: US-Präsident George W. Bush befürwortet erstmals
öffentlich,
einen Palästinenserstaat zu errichten.
17.10.2001: Palästinensische Extremisten ermorden den
israelischen
Tourismusminister und Hardliner Rehavam Seewi.
16.12.2001:Arafat ruft in einer Fernsehansprache erstmals in
Arabisch
zum Ende der bewaffneten Gewalt einschließlich der Selbstmordanschläge
auf.
17.02.2002:Der saudische Kronprinz Abdullah präsentiert einen
Friedensplan.
Er sieht den Rückzug Israels auf die Grenzen vor dem Sechs-Tage-Krieg
von
1967 vor.
12.03.2002:Bei ihrer größten Militäraktion seit dem
Libanonfeldzug
1982 dringt die israelische Armee mit etwa 20.000 Soldaten in das
Westjordanland
ein.
12.03.2002:Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet die von den USA
eingebrachte
Resolution 1397, die zum ersten Mal das Recht der Palästinenser auf
einen
eigenen Staat ausdrücklich anerkennt.
27.03.2002: Bei einem der verheerendsten Anschläge sprengt sich
ein
Hamas-Selbstmordattentäter in einer Hotelhalle in Netanja in die Luft.
25
Israelis sterben, über 100 werden verletzt. Darauf beginnt zwei Tage
später
eine israelische Großoffensive. Scharon erklärt Arafat offiziell zum
"Feind
Israels". Sein Amtssitz in Ramallah, die "Mukata", wird besetzt und bis
auf
wenige Zimmer zerstört, er selber soll völlig isoliert werden.
14.04.2002: Israel beschließt, auf palästinensischem Gebiet eine
Pufferzone
einzurichten. Durch Mauern, Zäune und elektronische Überwachung soll
das
Eindringen palästinensischer Extremisten nach Israel verhindert werden.
25.05.2003: Mit knapper Mehrheit billigt die israelische
Regierung
den Friedensplan des Nahost-"Quartetts", der den Konflikt binnen drei
Jahren
beenden soll. Damit akzeptiert zum ersten Mal in der Geschichte Israels
eine
Regierung formell das Recht der Palästinenser auf einen unabhängigen
Staat.
04.06.2003: Unter dem Druck von US-Präsident George W. Bush
legen
Israel und die Palästinenser beim Nahost-Gipfeltreffen in Akaba den
Grundstein
für die Umsetzung des Nahost-Friedensplans.
29.06.2003: Arafats Fatah gibt eine sofortige Waffenruhe
bekannt.
Hamas und Islamischer Dschihad wollen ihre Aktionen gegen Israel für
die
Dauer von drei Monaten einstellen.
19.08.2003: Bei einem der schwersten palästinensischen
Selbstmordanschläge
seit Beginn der Intifada werden im Zentrum Jerusalems 24 Menschen
einschließlich
des Attentäters getötet und etwa 90 zum Teil schwer verletzt. Zwei Tage
später
tötet die israelische Armee den Hamas-Führer Ismail Abu Schanab in Gaza
bei
einem Raketenangriff. Die radikale Organisation kündigt daraufhin die
einseitige
Waffenruhe auf.
11.09.2003: Die israelische Regierung beschließt "im Grundsatz"
die
Ausweisung Arafats.
04.10.2003:Eine palästinensische Selbstmordattentäterin sprengt
sich
in einem Restaurant in der israelischen Hafenstadt Haifa in die Luft
und
reißt dabei mindestens 19 Menschen mit in den Tod. Mehr als 50 Menschen
werden
verletzt.
Rede
des Senators Robert C. Byrd vor dem US-Senat am 21.05.03 (taz,
24.05.03)
Diese "unpatriotische" Rede des Senator Robert C. Byrd mussten die Mitglieder des US-Senats am Mittwoch, den 21.05.03, "über sich ergehen" lassen.
ROBERT C. BYRD vertritt den Bundesstaat West Virgina seit 1958 im US-Senat. Von 1977 bis 1988 führte er dort die Fraktion der Demokraten und war damit einer der einflussreichsten Politiker in Washington.
Zuvor saß der 1917 geborene Byrd bereits im Repräsentantenhaus des US-Kongresses. Im Jahr 2000 wurde Byrd zum achten Mal für eine sechsjährige Periode als Senator gewählt. Die taz dokumentiert die am Mittwoch im Plenum des Senats gehaltene Rede in einer leicht gekürzten Fassung.
Die
neue amerikanische Abschreckungspolitik ( taz,
06.05.03)
Helen Caldicott hat ein beunruhigendes Buch über die atomare Aufrüstung
und
den militärisch-industriellen Komplex der USA geschrieben
148 Zeilen, LUDWIG WATZAL (Buchbesprechung)
Le Monde Diplomatique (Beilage der taz vom 11.04.03)
Die Sache
mit dem
Öl
Von YAHYA SADOWSKI *
* Gastprofessor an der Amerikanischen Universität
in
Beirut.
DER Bush-Administration geht es im Krieg gegen den Irak
angeblich
nur um hehre Ziele wie die Befreiung der Iraker vom Regime Saddam
Husseins
und die Einführung der Demokratie. Ihre Kritiker behaupten, in Wahrheit
seien
die USA nur auf das irakische Öl und auf niedrige Ölpreise aus. Doch
die
Sache ist komplizierter. In Washington weiß man, dass die
Instandsetzung
der irakischen Förderanlagen sehr teuer wird. Und dass der niedrige
Ölpreis,
von dem die Wirtschaftspolitiker träumen, die kleinen US-Ölfirmen
ruinieren
würde.
SPIEGEL
ONLINE - 04. März 2003, 13:45
Bushs Masterplan
Der
Krieg,
der aus dem Think Tank kam
Von Jochen Bölsche
Es war das glatte Gegenteil einer Verschwörung: In aller
Öffentlichkeit
schmiedeten ultrarechte US-Denkfabriken schon 1998 Pläne für eine Ära
amerikanischer
Weltherrschaft, für die Entmachtung der Uno und einen Angriffskrieg
gegen
den Irak. Lange wurden sie nicht ernst genommen. Inzwischen geben die
Falken
in der Bush-Regierung den Ton an.
SPIEGEL
ONLINE - 10. März 2003, 9:23
Dirty Tricks
Wenn
Kriegsgründe erfunden werden
Von Jochen Bölsche
Von der Emser Depesche bis zum Hufeisenplan, vom erstunkenen
Tonkin-Zwischenfall
bis zum erlogenen Babymord - immer wieder haben auch deutsche und
amerikanische
Militärs mit Propagandalügen und Provokationen die Kriegslust im
eigenen
Land zu schüren versucht. Derzeit, argwöhnen US-Friedenskämpfer,
arbeiteten
Bushs Psychokrieger an einem "neuen Tonkin".
SPIEGEL
ONLINE - 11. März 2003, 9:09
Bushs Öl-Bonanza
"Ekel
erregend wie Arafats Unterhosen"
Von Jochen Bölsche
Warum wollen die USA Saddam Hussein nicht nur entwaffnen,
sondern
partout entmachten? Nur nach einem Regimewechsel, zeigen US-Analysen,
ließen
sich die gigantischen Ölvorräte im Irak privatisieren und neu
verteilen. Jene
Ölkonzerne, die Bush den Weg ins Weiße Haus geebnet haben, spekulieren
auf
die größte Beute aller Zeiten: eine "Bonanza" im Wert von 2800
Milliarden
Dollar.
SPIEGEL
ONLINE - 24. Februar 2003, 12:10
Anatomie einer Krise
Bushs
Alleingang gegen die Welt
Von Jochen Bölsche
Biowaffen in Händen Dritter gelten den USA als Kriegsgrund,
doch
Uno-Pläne zur Inspektion ihrer eigenen Labors lehnt die Supermacht
ebenso
strikt ab wie Klimaschutzverträge oder Landminenverbote. Hat die Uno
überhaupt
noch eine Chance?
Rede von Julie Fry
vom US-amerikanischen
Friedensnetzwerk A.N.S.W.E.R
Attac / DFG/VK-Veranstaltung im Bahnhof BO-Langendreer
Lehren aus der UNSCOM-Mission 1991-98 / Interview mit Scott
Ritter